DEUTSCHLAND (Leipzig): Urteil gegen Shiny Flakes-Betreiber: 7 Jahre Gefängnis für Maximilian S.

Publié: 16 novembre 2015 par Marc Fievet dans Justice, NARCOTRAFIC, Narcotrafic INFOS
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 Germany’s Most Notorious Darknet Drug Dealer Sentenced to Only 7 Years

 Written by Theresa Locker Redakteurin Motherboard Deutschland

November

One of Germany’s most spectacular narcotics trials ever came to a close on Monday in Leipzig. The 20-year-old, Maximilian S., was found guilty of selling 914 kg of drugs over the darknet and clearnet. The sentence: seven years imprisonment. The sentencing marked the end of the biggest trial to date concerning darknet crime in Germany.

After Maximilian S.’s surprising confession at the end of September, the presiding judge, Norbert Göbel, found him guilty of constructing and running the Shiny Flakes online shop. From December 2013 up until his arrest on February 26th, 2015 he received 4.4 million euros (about $4.8 million) worth of Bitcoin (3.9 million euros after loss in value, or about $4.2 million) in revenue.

READ: http://motherboard.vice.com/read/germanys-most-notorious-darknet-drug-dealer-sentenced-to-only-7-years

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Autor Theresa Locker Redakteurin Motherboard Deutschland

2 November 2015 // 03:30 PM CET

In Leipzig ist am Montag einer der spektakulärsten BTM-Prozesse Deutschlands zu Ende gegangen: Der 20-jährige Maximilian S. wurde für schuldig befunden, 914 kg Drogen über das Darknet und Clearnet verkauft zu haben. Das Urteil: Sieben Jahre Haft. Die Verurteilung erfolgte nach Jugendstrafrecht vor dem Landgericht Leipzig und markiert damit auch das Ende des bisher größten deutschen Prozesses um Darknet-Kriminalität.

Nach seinem für viele Beobachter überraschenden Geständnis Ende September befand ihn der Vorsitzende Richter Göbel für schuldig, den Online-Drogenshop Shiny Flakes aufgebaut und betrieben zu haben. Von Dezember 2013 bis zu seiner Verhaftung am 26.02.2015 habe er Bitcoins in Höhe von 4,4 Mio. Euro (3,9 Mio. Euro nach Wertverlust) eingenommen.

Richter Göbel äußerte sich in seiner Urteilsbegründung auch zur Digitalisierung des Drogenhandels, die in den vergangenen Jahren dank Darknet-Schwarzmärkten und anonymen Zahlungsmöglichkeiten als Alternative zum traditionellen Straßenverkauf aufgetaucht war: „Der Computerkram mag vieles erleichtern, aber das [Online Verkaufen] ist genauso schlimm wie auf der Straße zu dealen“, erklärte Göbel und bewertet damit den Verkauf aus dem Kinderzimmer heraus nicht strafmindernd.

Maximilian S. nahm das Urteil ungerührt auf. Schon während der heutigen Zeugenaussage seiner Mutter, er sei im Umgang mit ihr zunehmend „uneinsichtig, mürrisch, beratungsresistent und faul“ gewesen, zeigte er kaum Emotionen. Er möchte im Gefängnis eine Ausbildung anfangen. Pläne habe er zwar noch nicht, jedoch wolle er „auf keinen Fall Künstler oder Pfleger werden“, wie er gegenüber der Jugendgerichtshilfe sagte. Jedoch habe die Haft bereits erzieherische Wirkung hin zu mehr Einsicht beim Angeklagten geleistet, so die Sachverständigen.

„Wenn’s nicht illegal gewesen wäre, hätte man eigentlich den Hut vor dem Angeklagten ziehen müssen.“

Anders als bisher von Prozessbeobachtern erwartet, entschied das Gericht, Maximilian S. nach Jugendstrafrecht zu verurteilen. Dem Urteil vorausgegangen war ein Gutachten der Jugendgerichtshilfe, das Maximilian S. zwar wirtschaftliche Selbstständigkeit und einen hohen IQ, jedoch eine mangelnde „Lebensplanung“ und emotionale Unreife bescheinigte.

Der Angeklagte Maximilian S. nimmt neben seinem Anwalt Platz. Bild: Theresa Locker / MOTHERBOARD.

In solchen Päckchen verschickte Shiny Flakes seine Ware und legte dabei gerne auch ein Gummibärchen zum Ecstasy dazu. Bild: Bak Navi. VICE / MOTHERBOARD

Der forensische Sachverständige Dr. Hyronimus schloss sich weitestgehend dem Gutachten der Jugendgerichtshilfe an, das am Montag ebenfalls verlesen wurde: Maximilian S. sei bereits als Kind auffällig und in der Schule unbeliebt gewesen, auch habe er eine zehnjährige medikamentöse und in Teilen auch psychologische ADHS-Therapie durchlaufen. Dementsprechend habe er „die emotionale Tragweite seiner Tat bis heute „nicht verstanden“, ihm fehle „ein emotionaler Kompass“ sowie die Fähigkeit zur sozialen Interaktion in Gruppen. Beide Sachverstädnigen attestierten ihm eine „verzögerte Reifeentwicklung“.

lesen: http://motherboard.vice.com/de/read/urteil-gegen-shiny-flakes-3829

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